16. April 1992
The Perc meets the Hidden Gentleman
17. April 1992
Billy Moffet’s Playboy Club
18. April 1992
Tex Morton.

Das ging ja gut los.
Damals im April 1992. In einem Land vor unserer Zeit.
Eure Eltern erinnern sich. Werden es aber niemals zugeben.
Und wir kennen die Gründe. 😘

4 Menschen, die damals die Subkultur in Bremen prägten, taten sich zusammen und machten eine Musikkneipe auf. Was war das für ein Thema damals. Und die Nächte im Viertel, sie schwangen in einem anderen Rhythmus. Konzerte im EISEN starteten nicht vor 22 Uhr. Und wenn um 4 Uhr der Römer schloss, wurde es erst richtig wild.
Das EISEN startete 1992 schnell, stets übervoll und reichlich ziellos. Musste sich erst finden.
Was wollen wir sein und wie wollen wir miteinander umgehen? Wofür stehen wir und sind wir uns der Konsequenzen bewusst?
(Kleine Anekdoten-Zeitreise dazu: Im Jahr 1996 hielt es die Behörde für eine schlaue Idee, uns zu zwingen, Eisen(!)gitter an unseren beiden großen Fenstern anzubringen. Weil hinter all diesen Fenstern ja nach gesicherten Erkenntnissen der komplette Schwarze Block lauerte, um jederzeit das Sielwalleck anzuzünden. Irgendwann gab es dann doch Brandschutzbedenken und wir durften die Gitter wieder abmontieren. 😘)
Gefunden haben wir uns in nun schon fast paläontologischen 34 Tresenjahren.
Als wokes, links-grünweiß versifftes „Problem im Stadtbild“.
Antifaschistische Eckkneipensubkultur mit ganz viel Neugier und dem steten Angebot von emotionaler und gedanklicher Tiefe. Naja. Und immer mal wieder verdammt viel Spaß. Sinnvoll und sinnfrei.
Wir haben viel erlebt. Aber das behalten wir für uns. Denn wir versuchen, das EISEN als sozialen Raum und emotionalen Safe Space zu sehen. Schaffen wir nicht immer. Wir haben auch mal schlechte Tage. Aber wenn Ihr uns so viel Vertrauen schenkt, dass Ihr an unserem Tresen die Zeit vergesst, dann passen wir stets auf Euch auf. Versuchen Euch zu zeigen: Ihr werdet gesehen.
Klar. Ein hoher Anspruch. Und „schöner scheitern“ steht in Zaubertinte über unserer Eingangstür. Aber einfach nur Bier trinken kann man auch an der Tanke.
Wir sind neugierig und fasziniert von allen Lebensentwürfen. Homophobie, Misogynie, Rassismus, Ageism… Fuck off!
Wir brennen für Musik.
Für die Magie, die entsteht, wenn Bands, Publikum & Raum zu einer schwingenden Einheit verschmelzen.
Wir brennen für WERDER und den magischen FCSP. Für einen hoffnungslos sozialromantischen, rein emotionalen Zugang zum Fußball. Für diese Momente, „als niemand vor Glück seinen Namen noch kannte“.
Oder… so viel kürzer:
„Hinter all diesen Fenstern – für immer die Menschen!“